Über mich

Ich bin am 15. August 1955 geboren, verheiratet und Mutter von drei erwachsenen "Kindern".  Meine Familie ist für mich, wie der Nabel, die Quelle, das Leben und die Liebe - der Mittelpunkt meiner Mitte. Kinder sind genauso unsere Lehrer, wie wir es ihnen sein können. Das Kind in jedem Menschen soll leben und bestehen dürfen, auch wenn wir  längst "erwachsen" sind.  Ich liebe Kinder, unsere Kinder.

Seit meiner Teenagerzeit fasziniert mich der Weg der Achtsamkeit, der Achtung, der Wertschätzung. Verstärkt  wurde dies durch die dazumal grossen Veränderungen in meinem Umfeld, dem "Verlust" meiner bisherigen Geborgenheit.

Alles geschieht nie grundlos, so auch nicht Veränderungen, die uns Impulse besser wahrnehmen lassen, Wege zu gehen. Wege die den Boden bieten um zu bestehen.

In meinem Leben war jener Augenblick wohl wegweisend, als ich das erste Mal ein Dojo betrat um an Jujitsu-Lektionen teilzunehmen. Das Dojo von Charlie Lenz, Budoschule-Haru in Chur.  Es war mein erster Schritt, meinen Willen zu nutzen, mir Schritt für Schritt eigenen Boden zu erarbeiten, um auf mich gestützt leben zu können, Halt in mir selbst  zu finden. Selbstverteidigung die nicht bedingt, nichts mehr zuzulassen und die nicht bedingt sich nur in Begleitung "stark" zu fühlen. Dankbar schaue ich in diese Zeit zurück, die mich für mein ganzes Leben bereicherte und bereichern wird - angefangen durch mein  bis dahin schmerzlichstes "Verlusterlebnis" .  Es war und ist genau das Richtige in jedem Augenblick, lernen jeden Schritt zu gehen  mit Körper, Geist und Sein.  Lernen "eins" zu sein ohne einsam zu sein. Im Austausch mit Menschen zu sein, ohne die eigenen Schritte davon abhängig zu machen. Ich hatte Glück, dem besten Lehrer zu begegnen. Damals ging ich diesen Weg mit gutem Gefühl  ohne Wissen um den Grund und heute schaue ich zurück und erkenne den Grund und den Sinn, ich fühle mich vom Leben beschenkt.

Seit meinem 39. Lebensjahr übe ich mich täglich im Tai-Chi. Es war nicht sehr einfach, zu jener Zeit  ans Tai-Chi zu gelangen, an Tai-Chi, das nicht nur mit dem Körper "gemacht" wird um etwas  vorzuzeigen, sondern auf Verbindung mit  innerer Schulung basiert.  Ohne Grund ist grundlos, grundlos trägt nicht, ich will mich getragen fühlen, ich will sein und nicht nur scheinen. So wird der Weg beim Lernen "scheinbar" länger, schwieriger, mühsamer. Es ist in Wirklichkeit aber genau umgekehrt, weil das Begreifen durch die Sinne und den Geist mit dem Tun direkt eine Einheit werden, ist das Lernen leichter, statt Disziplin üben zu müssen empfindet man Freude und Lust, statt  aufmerksame Konzentration zu mehren geniesst man das achtsame Betrachten  wie sich die Form verändert, wie die Haltung entsteht , der Wille frei wird und immer wieder geniesst man, dass niemals der Körper oder der Geist, oder die Sinne  allein den Ton ergeben sondern das Ganze  zueinander wirkt. Ein spannender, interessanter, klärender, stärkender und lösender Weg beginnt und endet nicht solange wir uns bewegen. Bewegung entsteht durch annehmen und loslassen - freie Schwingung. Daraus erwächst Achtung.

Eine Leidenschaft die Lösung und Kraft statt Leiden schafft.

Vor etwa12 Jahren fragte mich Nino Deflorin um Vermittlung des Tai-Chi. Ja - und nach einigem Sträuben, geniesse ich diese Stunden mit Menschen, die auch "unterwegs" sind, sein wollen und sich mitbewegen, in den Räumen im Fitnesstower  bis Ende Juni 2009 und weiterhin noch im Kraftwerk in Chur.  Meist aber werde ich um Privat- oder Einzelstunden angefragt, was natürlich hilfreicher ist bei den anfänglichen Schritten.  Es ist ein Genuss an sich selbst und den Übenden mitzuerleben, wie jeder Schritt den man sich traut, zutraut, vertraut, Verbesserung, Klärung, Einsicht und Zuversicht vermehrt. Es ist eine wunderschöne Erfahrung und Erweiterung mit der Erkenntnis, dass das Teilen schöner Augenblicke alle gleichermassen beschenkt und das Teilen schwerer Augenblicke alle Beteiligten erleichtern  kann. So wird auch jeder "innere" Raum einfach durchflutet mit Zufriedenheit. 

Seit dieser Zeit begegnen mir immer öfter "Lehrer" die mich auf meinem Weg noch mehr ermutigen oder diesen bereichern. Wie z.B. Geshe-La Jampel Senge, den ich während den  8 Tage dauernden Teachings des Dalai-Lama kennen lernen durfte. Eine Verbindung,  ein Austausch, den ich hoffentlich noch lange Zeit geniessen darf.

Eine sehr lehrreiche Zeit durfte ich auch während den Thrulkhor-Yoga Lektionen mit Acharia Pema Wangyal im Kloster Rikon erfahren.  Einfach wunderbar!!